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4/06 - Artikelzusammenfassung

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Tiere haben ein Recht auf Leben
Martin Balluch
Verein gegen Tierfabriken, Vienna, Austria
Zusammenfassung
Staat und Kirche sind zu trennen, und daher dürfen sich Gesetzgebung und Rechtssystem nicht an religiösen Dogmen, sondern nur an einer empirisch-rationalen Ethik orientieren, die konsensfähig ist. Dazu muss das Bewusstsein naturwissenschaftlich beschrieben und der Anthropozentrismus und das darauf basierende Mensch-Tier Bild der Aufklärung kritisiert und auf seine faktische Basis hin untersucht werden. Dabei zeigt sich, dass Bewusstsein durch die Fähigkeit zu Autonomie bestimmt ist. Und Bewusstsein hat eine evolutionäre Kontinuität, d.h. es gibt keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen menschlichem und tierlichem Bewusstsein. Das Leben ist von höchstem instrumentellem Wert für ein autonomes Lebewesen, um seine Autonomie umsetzen zu können, und liegt daher in seinem größten Interesse. Umgekehrt ist der Tod von größtem Schaden für dieses Lebewesen. Weil ich als autonomes Lebewesen autonom handeln will, fordere ich von der Gesellschaft ein Recht auf Leben ein. Das Prinzip Universalität zwingt mich dann, dasselbe Recht auch für alle anderen autonomiefähigen Lebewesen zu fordern.


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