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NL: DZS-Lehrstuhl für Alternativmethoden offiziell
Die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Utrecht feierte tüchtig. Die Antrittsvorlesung des designierten Doerenkamp-Zbinden Professors für Alternativmethoden, Bas Blaauboer, wurde am 4. November 2008 mit einem feierlichen Einzug der Professoren in die Aula der Universität, einer ehemaligen Kirche, in einen Rahmen gestellt, den deutsche Gäste kaum kennen. In Talaren und mit Barett, so reihten sich die Stiftungsratsmitglieder der Doerenkamp-Zbinden Stiftung Franz P. Gruber und Thomas Hartung in die „Parade“ der Professoren ein.
Bas Blaauboer, Toxikologie-Professor am Institut für Risk Assessment Sciences (IRAS), wird im Rahmen seiner Doerenkamp-Zbinden Professur nach Möglichkeiten suchen, den Bedarf an „second species animals“ zu reduzieren. Mit der zweiten Spezies wird eine Substanz, nachdem sie an Ratten oder Mäu- sen getestet wurde, zusätzlich an einem größeren Säugetier, wie z.B. einem Hund getestet, ein Verfahren, das etwa in der medizinischen Forschung gesetzlich verlangt wird.
Die Gesundheitsrisiken für Menschen, die toxischen Substanzen ausgesetzt sind, basieren hauptsächlich auf Daten aus Tierversuchen. Dank der Fortschritte bei der Arbeit mit Zellkulturen, zusammen mit der Verwendung von Computermodellen, können mittlerweile die toxischen Effekte von Substanzen auch ohne Tierversuche immer genauer abgeschätzt und vorherbestimmt werden. So ist z.B. die Übertragung von auf zellulärer ebene gewonnenen Erkenntnissen auf den Menschen erheblich verbessert worden. Dafür kommen Computersimulationen zum Einsatz, die die Absorption, Verteilung und den Metabolismus von Substanzen im Körper berechnen. Viele dieser Methoden sind schon verfügbar und können bei der Risikoabschätzung verwendet werden. Die Regierung sollte die Verwendung und Akzeptanz dieser neuen, versuchstierfreien Methoden in einem viel stärkeren Maß fördern, argumentierte Bas Blaauboer in seiner Antrittsvorlesung. |
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