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CH: Ein Doerenkamp-Naef-Zbinden Lehrstuhl in Genf

 
Zielstrebig und vom Erfolg überzeugt kam ein Vertragsabschluss zur Gründung eines Lehrstuhls für Alternativmethoden an der Universität Genf zustande. Die Beteiligten: die Medizinische Fakultät der Universität Genf, die Egon-Naef Stiftung und die Doerenkamp-Zbinden Stiftung. Der 5-Jahres-Vertrag wurde am 29. November 2008 in Genf, anlässlich einer Feierstunde zur Vorstellung des neuen Stiftungsprofessors, unterzeichnet.

Der Lehrstuhl wird mit Pierre Cosson besetzt, einem seit Jahren sehr erfolgreichen Forscher auf dem Gebiet der Invertebraten-Immunologie. Cosson konnte mit Versuchen an Amöben (zu finden in der Erde eines jeden Blumentopfes) erstaunliche Parallelen zur Pathogenität von Mikroorganismen bei Säugern nachweisen. Gefördert von der Stiftung Forschung 3R (www.forschung3r.ch) baute Pierre Cosson einen Arbeitskreis zur Erforschung pathologischer Zusammenhänge an Invertebraten auf. Cosson wird ausführlich im Info-Bulletin 36 der Stiftung Forschung 3R vorgestellt: http://www.forschung3r.ch/de/publications/bu36.html.

Der Lehrstuhl wird den Namen Doerenkamp-Naef-Zbinden Lehrstuhl für Alternativmethoden tragen. Pierre Cosson wird nicht nur die Invertebraten-Immunologie präsentieren, sondern das ganze Feld von Alternativmethoden. Er wird zu diesem Zweck regelmässig Gastvorträge und Vorlesungsreihen zum Thema 3R-Methoden an der Universität Genf organisieren.

Grosse Hoffnungen setzt vor allem die DZS in die Ankündigung von Cosson, ein Zentrum für die Produktion von in vitro Antikörpern einrichten zu wollen. Seit Jahren ist die Methode bekannt, sie wurde bereits 1995 in einem Bulletin der Stiftung Forschung 3R vorgestellt, www.forschung3r.ch/de/publications/bu5.html, von den Autoren aber nicht weiter verfolgt. Die Methode sei tatsächlich damals noch mit technischen Problemen belastet gewesen, so Cosson. Eine Reihe von Fehlversuchen habe dann zur Abkehr von dieser vielversprechenden Technik geführt. Die Fehler seien aber mittlerweile weitgehend eliminiert und einer Serienanwendung stünde nichts mehr entgegen, ausser dem vielerorts fehlenden Willen, dies auch zu tun. Mit Sondermitteln der DZS ausgestattet, soll nun an der Universität Genf erstmals ein Antikörperlabor eingerichtet werden, das routinemässig rekombinante Antikörper in vitro herstellt. Hunderttausende von Kaninchen weltweit können es kaum erwarten.
fpg


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