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In vitro-Untersuchungen zur Invasion von Tumorzellen: Ansätze zu einem Modell

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Jutta Zoller
Fakultät für Biologie, Universität D-Konstanz
Summary

Der Nachweis der Tumorbildung bzw. der Bösartigkeit von transformierten Zellen ist bis heute nur im Tierversuch möglich. Daher wäre es wünschenswert, ein in vitro-Modell zu besitzen, das es erlaubt, einzelne Komponenten der Malignität (invasives Wachstum, Metastasierung) in vitro zu studieren und daraus Rückschlüsse auf das in vivo-Verhalten der Zellen zu ziehen. Hier soll ein System vorgestellt werden, mit dem zwei Voraussetzungen für die Malignität von Tumorzellen in vitro untersucht werden können: Wanderungsverhalten und Produktion von Proteasen, Enzymen, die die extrazelluläre Matrix abbauen oder auch andere Zellen zerstören können. Um Migration und Proteasenproduktion in vitro zu studieren, wurden epitheliale Leberzellen aus der Ratte mit dem ras-Onkogen morphologisch und neoplastisch transformiert. Die transformierten Zellen wanderten konstitutiv, wobei die Expression einiger Gene induziert wurde, darunter einer Protease und eines Protease-Inhibitors. Ausserdem erwarben sie die Fähigkeit, in halbfestem Medium Kolonien zu bilden, eine Fähigkeit, die ebenfalls als typisch für neoplastisch transformierte Zellen angesehen wird. Diese durch Transformation erworbenen in vitro-Eigenschaften korrelierten mit invasivem Wachstum in der thymuslosen Maus. Die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf in vivo-Bedingungen wird hoffentlich in Zukunft dazu beitragen, die Anzahl eingesetzter Versuchstiere niedrig zu halten. Eine ausführliche Darstellung wurde bereits veröffentlicht (21).

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