Supp. Linz 03/2004 - Article Summary

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Ischämische Reperfusions-Schäden im isoliert hämoperfundierten Rinderuterus - ein Modell zur Untersuchung entzündungshemmender Substanzen?

Michael Braun and Manfred Kietzmann
Tierärztliche Hochschule, D-Hannover
Summary
Das Entzündungsmodell des isoliert hämoperfundierten Rinderuterus wird als ein neues in vitro Modell zur Prüfung von anti-entzündlichen Substanzen vorgestellt.
Nachdem in vorherigen Studien sowohl eine gesteigerte PGE2-Synthese als auch eine Hochregulation von COX-2- und iNOS-mRNA durch ischämischen Reperfusionsschaden im hämoperfundierten Myometrium gezeigt wurden (Braun und Kietzmann, 2004), sollten inhibitorische Wirkungen des Glucocorticoids Dexamethason, des NSAID Flunixin und des selektiven COX-2-Inhibitors DFU (5,5-Dimethyl-3-(3-fluorophenyl)-4-(4-methylsulphonyl)-phenyl-2-(5H)-furanon) untersucht werden. Alle Testsubstanzen führten zu einem signifikanten Abfall der PGE2-Produktion im Gewebe, während kein Einfluss auf die Regulation der COX-2 auf mRNA-Ebene zu verzeichnen war. Nach fünfstündiger Perfusion mit Dexamethason war eine leichte Reduktion der iNOS-mRNA vorhanden.
Es wurde gezeigt, dass der isoliert hämoperfundierte Rinderuterus zur Prüfung von anti-entzündlichen Substanzen eingesetzt werden kann und des Weiteren auch geeignet ist, eine Aussage hinsichtlich der COX-Selektivität von Testsubstanzen zu treffen. Durch den Einsatz des Modells in der pharmakologischen Forschung und dem Arzneimittelscreening kann der isoliert hämoperfundierte Rinderuterus einen Beitrag zur Reduzierung von Tierversuchen leisten.

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